Fachbereich Religion

Warum Religionsunterricht an der Berufsschule?

„Die Berufsschule hat nicht nur die Aufgabe, fachliches Wissen zu vermitteln, sondern soll dem jungen Erwachsenen auch Hilfe bei der Orientierung für sein Leben geben und die entsprechenden Werte vermitteln. Dazu leistet der Religionsunterricht einen wichtigen Beitrag.“ [1]

Im Religionsunterricht sollen die Auszubildenden Raum und Zeit finden, um wichtige Themen des Lebens wie

  • Identitätsklärung,
  • Konfliktbewältigung,
  • Umgang mit Drogen,
  • die Suche nach Glück,
  • Bewältigung von Leid und Tod sowie
  • Erfahrungen von Erfolg und Scheitern

zu reflektieren und sich auf die Suche nach einem eigenen Standpunkt zu begeben.

Ebenso geht es um gesellschaftliche und globale Fragestellungen wie

  • weltweite Gerechtigkeit,
  • Umweltschutz oder
  • Folgen der digitalen Revolution.

→ All diese Themen sollen durch die authentische Begegnung mit der christlichen Tradition und auch im Gespräch mit anderen Religionen und Weltanschauungen beleuchtet werden. [2]

Denn:

Religiöse Traditionen in den konfessionellen Ausprägungen des Christentums haben unsere Geschichte und Kultur nachhaltig geprägt. Sie wirken fort in unseren Vorstellungen und beeinflussen Moral, Recht, Sprache, Literatur, Kunst und Musik.

Die Kenntnis und die kritische Auseinandersetzung mit diesem religiös-geschichtlichen Erbe ist wichtig, um zu einem eigenen Standpunkt zu finden. Das Verstehen von fremden Kulturen, von anderen Religionen und Weltanschauungen ist ohne diesen eigenen Standort nicht möglich, weil Verstehen von Fremdem immer auch auf einem reflektierendem Verstehen des Eigenen gründet.

 

[1] Dr. Anne Dohle, Zentralverband des Deutschen Handwerks. In: Religionsunterricht an Berufsschulen. Informationen – Chancen – Ziele. Berufliche Schulen. www.bistum-augsburg.de
[2] Vgl. hier und im Folgenden: Religionsunterricht an Berufsschulen. Informationen – Chancen – Ziele. Berufliche Schulen. www.bistum-augsburg.de